Brand bei Erdgasanlage Gistenbeck – Feuerwehr musste kühlen

Während der anhaltenden großen Trockenperiode im Landkreis Lüchow-Dannenberg kam es am 30. Juni 2018 während Mäharbeiten zu einem Flächenbrand auf einem Getreidefeld nördlich Kussbode in der Nähe der Erdgasstation Gistenbeck am Fuchsberg, Landkreis Lüchow-Dannenberg. Die auf etwa 1,5 ha brennende Fläche umschloß von drei Seiten die sogenannte Gasstation Gistenbeck. Um Beschädigungen oder gar eine mögliche Explosion an den Erdgasanlagen zu verhindern mussten die Anlagen von der Feuerwehr herunter gekühlt werden.

(Siehe auch den Einsatzbericht der Feuerwehr mit Fotos)  http://www.feuerwehr.de/einsatz/berichte/einsatz.php?n=40778

Für Beobachter vor Ort stellt sich die Frage, wie es sein kann, dass die Betreiber trockenes Gras direkt bis an die oberirdische Erdgasanlage heranwachsen lassen konnten. Das Gras brannte direkt unter der zum Quecksilber-Absorber führenden Erdgasleitung. Im Absorber werden u. a. Quecksilber und radioaktive Stoffe aus dem Erdgas zurück gehalten.

Feuer unter Erdgasleitung / Quecksilber-Absorber

Bei der 50 m entfernten Molchstation der Gashochdruckleitung sieht es nicht besser aus. Dort wächst Gras unter einem Flansch der Hochdruckleitung. Ebenso bei der benachbarten Schieberstation. Diese Erdgasflächen sollten besser betoniert oder asphaltiert sein, damit unter den sensiblen Erdgasrohren keine brennbaren Stoffe sein können. Die zuständigen Behörden und die Betreiber der Erdgasanlagen müssen umgehend die Sicherheitslage überprüfen.

Gras unter der Flanschverbindung der Gashochdruckleitung Molchstation Clenze

Gasunie Gashochdruckleitung Schieberstation Clenze

Fotos: Bernd Ebeling

 

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