Veranstaltung: CCS, Fracking, Freihandelsabkommen, Do. 15.5.14, 19 Uhr, „Eisen-Carl“, Neutorstr. 3 Salzwedel

Aus der Einladung der Bürgerinitiative „Kein CO2-Endlager Altmark“:Seit die Landesregierung angekündigt hat, im Fall eines Antrags auf
CO2-Verpressung umgehend mit der Erarbeitung eines Landesgesetzes zu beginnen und damit ein dreijähriges Moratorium auszulösen, ist es in der Altmark still geworden um das Thema CCS. – In Brüssel dagegen ist die Lobby umso lauter und hat erreicht, dass das EU-Parlament im Januar eine Resolution verabschiedet hat, worin die europaweite CCS-Einführung gefordert wird.Bezüglich Fracking geht die Bürgerinitiative „Kein CO2-Endlager Altmark“ davon aus, dass GdF Suez Anträge auf Fracking in der Altmark vorbereitet oder
möglicherweise schon eingereicht hat.

Um uns herum schlagen die Wellen bereits hoch: In Niedersachsen,
Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen, Baden-Württemberg stehen ausländische Konzerne (u.a. aus USA und Kanada) auf der Matte, um die
„unkonventionellen“ Fördermethoden anzuwenden. An die 70 Bürgerinitiativen – im Bündnis „Gegen Gasbohren“ zusammengeschlossen – laufen Sturm dagegen. Umweltminister versuchen, die Firmen zurückzuhalten, doch ist ihr Spielraum durch das immer noch von Kaiserzeit und Faschismus geprägte Bergrecht eingeschränkt.

Nicht zufällig finden gerade Geheimverhandlungen über „Freihandelsabkommen“ mit USA und Kanada statt, die, falls sie abgeschlossen werden, dazu führen, dass u.a. deutsche Umweltschutzbestimmungen außer Kraft gesetzt werden können.

Die BI „Kein CO2-Endlager Altmark“ hat sich dem Bündnis „Gegen Gasbohren“
angeschlossen. Die Auswirkungen von CO2-Verpressung und  Fracking ähneln
einander, und vor allem haben beide den gleichen Zweck: den Umstieg auf eine
Vollversorgung durch erneuerbare Energien hinauszuzögern! – Drastischer als
kürzlich  vom Weltklimarat und vor einiger Zeit vom Club of Rome kann
nicht mehr gesagt werden, dass dies absolut nicht hinnehmbar ist.

Um die erweiterte Ausrichtung der Bürgerinitiative und die Gründe hierfür
bekannt zu machen, wird zur o.g. Veranstaltung eingeladen:

Bernd Ebeling, Dipl.-Ing. (FH) für Wasserwirtschaft &
Meliorationstechnik – Grünen-Stadtrat in Uelzen und aktiv in der dortigen
Initiative gegen Fracking informiert:
Fracking – was ist das, was bewirkt es?
Giftiges Lagerstättenwasser in unserem Grundwasser? Gasförderungsbedingte Erdbeben und Gebäudeschäden? Luft- und Bodenverschmutzung durch Gasförderbetrieb?

Wienhold Weber, ehemaliger Feldwartungsmechaniker bei VEB
Erdgasförderung Salzwedel, Sprecher der Salzwedeler Gruppe berufsgeschädigter Erdgasarbeiter spricht über:
Giftigkeit der ganz konventionellen Gasförderung

Sabine Wils aus Brüssel/Straßburg kommt, um aus erster Hand Einiges über
die Stelle zu berichten, an der immer mehr Entscheidungen getroffen werden, die gravierende Auswirkungen auf unser aller Lebenssituation haben.  Ihr
Thema: Konzerndruck auf die EU: CCS, Fracking, Freihandelsabkommen

Im Anschluss an diese Beiträge ist Diskussion aller Anwesenden.

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